Vom Kombi zum Reisemobil

 

Nach einer ca. 1 jähriger Suche nach einem geeigneten Basisfahrzeug wurden wir Schließlich fündig.

So schnell wie möglich machte ich mich auf  den 300 KM weit entfernten Standort des Fahrzeugs nach Bonn.

Bei der Besichtigung wurde mir schnell klar dass dieses genau das FZ ist nachdem wir schon so lange gesucht hatten.

Es ist aus Erstbesitz, hat erst 14 500 KM auf dem Tacho und befindet sich in einem sehr guten Zustand.

Die Ausstattung bietet wesentlich mehr als wir uns vorstellten,

dies war aber nicht gerade von Nachteil.

 

Für mich war es eine perfekte und glückliche Anschaffung

 

 

Hier ein paar  für uns entscheidende  Eckdaten über unser Basisfahrzeug:

 

Mercedes Benz Sprinter 318 CDI  4x4

Zulassung als Kombi mit 9 eingetragenen Sitzplätzen

3,5 t. Gesamtgewicht

mittlerer Radstand

Serienhochdach (Stehhöhe)

Erstzulassung 2009

5 Gang Automatik mit Getriebeuntersetzung

V6 Motor mit 184 PS und 3,0 li. Hubraum

Wärmeisolierendes Glas

Wärmedämmung ab Werk

Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse

und und  und...............

Jetzt geht`s  los

Nachdem unser Basisfahrzeug endlich bei uns im Hof stand konnten wir nun mit der konkreten Planung beginnen.

Was soll wo positioniert werden ?

Wie groß sollen Schränke, Dinette, Bett, Kocher, Spüle usw, sein ?

Wie kriegen wir 4 Sitz.- und 4 Schlafplätze rein ?

Wie und wo bekommen wir die Elektrik oder den Wasserhaushalt unter ?

Was muss ich mit dem TÜV abklären damit ich zum Schluss das FZ auch als Wohnmobil um tragen lassen kann ?

und und und........  Fragen über Fragen.

Dies war zwar alles schon sehr zeitaufwendig aber auch eine tolle Herausforderung

Viele Ideen und Lösungen finden sich auch oft während der Ausbauphase.

 

 

Beispiel und Vorgehensweise meiner Planungvariante

Zuerst wird der Innenraum des Kombis entkernt. Dabei bleibt die originale 2er Sitzbank hinter dem Fahrersitz erhalten.

Das hat den Vorteil dass es beim Eintragen der Sitzplätze beim TÜV keine Probleme gibt.

Ein weiterer riesiger Vorteil ist, daß wenn man mal nur zu zweit unterwegs ist kann man die Sitzbank in Sekundenschnelle mit nur zwei Handgriffen lösen und aus dem Fahrzeug nehmen. Dadurch entsteht ein richtig super toller großer zusätzlicher Freiraum, z.B. für Tranportkisten, Hundebox.........

Um zu testen ob zum Schluß das Raumgefühl des fertigen Ausbau`s auch akzeptabel ist habe ich im Schnellverfahren mit Hilfe einiger Dachlatten die Umrisse der Einbaumöbel zusammengezimmert und in das FZ gestellt. Dies war zwar mit ein paar zusätzlichen Arbeitsstunden verbunden aber am Ende sehr hilfsreich zu sehen was einem nach dem eigentlich Ausbau an Raum zum leben übrigbleit. Außerdem konnte das ein oder andere Maß noch korrigiert werden bevor es richtig los ging.

 

 

Nachdem das Lattengerüst wieder entfernt war wurde der original Boden mit 12er Siebdruckplatten verstärkt. Dies ermöglichte mir die Möbel besser am Boden zu befestigen.

 

 

 

Anschließend wurde der ganze innere Hohlraum im Wohnbereich mit Hohlraumwachs versiegelt.

Als nächster Schritt galt es das Fahrzeug gegen Wärme und Kälte zu isolieren. Dazu wurden 25er Isotherm Matten an allen zugänglichen Karosserieflächen verklebt.............

.......... die Elektrik verlegt ...........

.......... und der ganze Hohlraum zwischen der Aussen Karosserie und dem Innenraum mit einer Dampfsperrfolie versehen. Das verhindert das evtl. entstehende Feuchtigkeit im Innenraum nicht in die Hohlräume gelangt.

Die Vorarbeiten sind getan.

 

Jetzt geht`s an den Möbelbau.   :-)

Nach dem all das hierfür benötigte Material angeliefert war ging es los.

Mehrere Meter Aluprofile mussten auf die geplanten Maße zugesägt und miteinander verbunden werden.

Als nächstes mussten die Möbelbauplatten zugesägt und zusammen mit der Alukonstruktion verbaut werden.

Dieses geschah teilweise außerhalb des Fahrzeuges oder Schritt für Schritt während der gesamten Ausbaufase.

Da das Mobil später noch mit einem Aufstelldach versehen wird konnte ich zuerst nur den unteren Teil der Möbel verbauen.

 

 

 

 

Hierbei sah es nicht immer gerade ordentlich aus.....

 

 

 

 

                ...... aber wie heist es so schön   " Nur ein Genie beherrscht das Chaos "      :-)  

So, der untere Teil der Möbel wäre verbaut.

Jetzt kommt das Fahrzeug für 3 Wochen nach Kempten wo das Aufstelldach angefertigt und verbaut wird.

Dieses biete zum Schluss zwei weitere Schlafplätze in luftiger Höhe.

Nach ca. 3 Wochen haben wir unser Mobil wieder in Kempten abgeholt und konnten unseren Ausbau fortsetzen.

 

So wurde zunächst das noch fehlende Möbel , die Einbaugeräte wie Kühlschrank, Spüle, Toilette, Wasserversorgung, Elektrik, Solaranlage und eine Ebersbächer Diesel - Standheizung verbaut

Der Ausbau war geschafft.

 

Jetzt ab zum TÜV und hoffen das alles i.O. ist.........

......... alles i.O.  

Das Fahrzeug wurde nach ca. 8 monatigem Ausbau vom Kombi zum Wohnmobil umgeschrieben.

Nachträgliche Arbeiten

Im nachhinein haben wir unser Reisemobil noch mit einer geeigneten Geländebereifung "BF GOODRICH 245/75 R16 KO/2 ausgerüstet. Dies gibt uns jetzt den richtigen Grip in unwegsamen Gelände. Außerdem macht es auch optischer mehr her als die Seriemäßige Bereifung des Sprinters

Zur Fahrwerksoptimierung darf eine Zusatzluftfederung natürlich nicht fehlen.

Wir entschieden uns für die 2-Kreisanlage SEMIAIR von VB.

Der Einbau nahm ca. 10h Arbeit in Anspruch und kann mit etwas handwerklichem Geschick problemlos selbst vorgenommen werden.

Zum Abschluss:

Unser selbst entworfenes Folien-design soll unserem Reisemobil noch eine spezielle Note verleihen und das Projekt mit Erfolg abschließen.